Vom Download zum ersten Diktat in etwa fünf Minuten. Diese Seite führt dich durch Installation, Freigaben und Einstellungen, und verrät ein paar Kniffe für den Alltag.
Schritt für Schritt
LautSchrift zeigt sich nur als kleines Mikrofon-Symbol oben in der Menüleiste. Es gibt kein Fenster und kein Dock-Symbol, das ist Absicht.
Ausprobieren
Kleiner Schutzmechanismus: Drückst du die Taste kürzer als eine halbe Sekunde oder tippst währenddessen eine andere Taste, passiert bewusst nichts, so lösen Tastenkürzel wie ⌥ L kein versehentliches Diktat aus.
Menüleiste → Einstellungen
Diktier-Taste
Standard ist die linke ⌥-Taste. Zur Auswahl stehen außerdem die linke ⌃-Taste (Control), die Fn-/🌐-Taste und die rechte ⌥-Taste, je nachdem, was deiner Hand am besten liegt.
Eigene Begriffe
Ein Eintrag pro Zeile. Namen, Marken und Fachwörter, die hier stehen, erkennt die Spracherkennung deutlich zuverlässiger. Gute Kandidaten: dein Name, Firmenname, Produktnamen, Fachbegriffe aus deinem Alltag.
Ersetzungen
Kurz sagen, lang schreiben. Eine Regel pro Zeile im Muster Auslöser = Ersatztext, zum Beispiel:
meine E-Mail-Adresse = max.muster@firma.de
meine Grußformel = Herzliche Grüße\nMax
Das \n steht für einen Zeilenumbruch. Sagst du beim Diktieren den Auslöser, wird automatisch der Ersatztext eingefügt.
Gelernte Korrekturen
Diese Liste füllt sich von selbst über den Menüpunkt „Letztes Diktat korrigieren“ (siehe unten). Du kannst Einträge hier ansehen und einzelne Zeilen löschen, falls eine Regel mal danebengreift.
Claude-API-Key (optional)
Kann leer bleiben, LautSchrift funktioniert vollständig ohne. Wer mag, schaltet damit die KI-Textveredelung frei, was das bringt und wie es geht, steht im eigenen Abschnitt weiter unten.
Beim Anmelden starten
Ist ab Werk eingeschaltet, LautSchrift ist nach jedem Neustart einfach da. Wer das nicht mag, schaltet es hier ab.
Optional
Ab Werk fügt LautSchrift das ein, was die Spracherkennung verstanden hat, und das ist schon ziemlich gut. Wer noch einen Schritt weiter will, lässt jedes Diktat zusätzlich von der KI Claude glätten. Der Unterschied an einem Beispiel:
Ohne Aufräumen
„Ich wollte halt sagen, dass wir das Angebot. Also das neue Angebot bis Freitag nein warte bis Donnerstag rausschicken.“
Mit Aufräumen
„Ich wollte sagen, dass wir das neue Angebot bis Donnerstag rausschicken.“
Füllwörter verschwinden, Selbstkorrekturen werden aufgelöst (es zählt deine letzte Version), Pausen-Punkte werden repariert, und Ansagen wie „neuer Absatz“ werden umgesetzt statt hingeschrieben.
Was du vorher wissen solltest
Das Aufräumen läuft über deinen eigenen Zugang bei Anthropic (dem Unternehmen hinter Claude) und kostet dort Centbeträge: ein typisches Diktat etwa 0,1 bis 0,3 Cent, bezahlt aus einem Guthaben, das du selbst auflädst. Dabei wird der erkannte Text zum Glätten an Claude übertragen, deine Stimme bleibt weiterhin komplett auf dem Mac. Ohne Schlüssel wird nichts übertragen, und du kannst die Funktion jederzeit wieder abschalten.
So richtest du es ein (einmalig, etwa zehn Minuten):
Der Schlüssel ist wie ein Passwort: Trag ihn nur in die App ein und gib ihn nicht weiter. Er wird ausschließlich lokal auf deinem Mac gespeichert.
Kniffe
Aufzählungen sprechen
Sag „erstens …, zweitens …, drittens …“, und LautSchrift formatiert das Ergebnis als nummerierte Liste, jede Position in einer eigenen Zeile.
Falsch erkannte Wörter beibringen
Wenn ein Name oder Fachwort falsch geschrieben wurde: Menüleisten-Symbol → „Letztes Diktat korrigieren“, das Wort im Text richtigstellen, „Korrektur lernen“ klicken. Ab dann schreibt LautSchrift es automatisch richtig.
Verlauf als Sicherheitsnetz
Unter „Letzte Diktate“ im Menü liegen die letzten zehn Diktate. Falls du mal ins Leere diktiert hast (kein Textfeld angeklickt), holst du den Text dort mit einem Klick zurück.
Falls etwas hakt
Es erscheint kein Text nach dem Loslassen
Fast immer fehlt die Bedienungshilfen-Freigabe. Prüfe Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Bedienungshilfen, dort muss LautSchrift eingeschaltet sein. Übrigens: Der Text liegt in dem Fall trotzdem in der Zwischenablage, ⌘ V fügt ihn ein.
„Nichts erkannt“
Das Mikrofon hat nichts geliefert. Prüfe in den Systemeinstellungen unter Ton → Eingabe, ob das richtige Mikrofon als Standard gewählt ist, LautSchrift nutzt immer das dort eingestellte Gerät.
Die Diktier-Taste reagiert nicht
Schau, ob das Mikrofon-Symbol oben in der Menüleiste zu sehen ist. Wenn nicht, starte LautSchrift aus dem Programme-Ordner. Steht im Menü „Sprachmodell wird geladen“, einfach den ersten Download abwarten.